Kalte Füße am Sofa, obwohl die Heizung läuft? Dann zieht es irgendwo. Die gute Nachricht: Du findest die undichten Stellen in zehn Minuten, ganz ohne Werkzeug und ohne Handwerker. Hier sind drei einfache Tests und was du danach tun kannst.
Wann du am besten testest
Such dir einen kalten, windigen Tag aus. Je größer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, desto deutlicher spürst du die Zugluft. Schließ alle Fenster und Türen und schalte Lüfter oder Dunstabzug aus.
Test 1: Die Hand
Mach deine Handfläche leicht feucht und fahr langsam an den Rändern von Fenstern und Türen entlang. Feuchte Haut reagiert empfindlich auf Luftbewegung. Wo es kühl wird, strömt kalte Luft herein. Achte besonders auf den unteren Türspalt, die Ecken der Fensterflügel und den Briefschlitz.
Test 2: Das Blatt Papier
Diesen Test empfiehlt auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Klemm ein dünnes Blatt Papier zwischen Rahmen und Fensterflügel und schließ das Fenster. Lässt sich das Blatt leicht herausziehen, schließt die Dichtung an dieser Stelle nicht mehr richtig. Wiederhol das an mehreren Stellen rundherum, denn Dichtungen werden oft nur an einer Seite spröde.
Test 3: Die Flamme
Halte ein brennendes Teelicht oder ein Feuerzeug langsam an Fugen und Spalten entlang. Flackert die Flamme oder neigt sie sich zur Seite, zieht es dort. Wichtig: Gardinen vorher zur Seite schieben und die Flamme nie unbeaufsichtigt lassen.

Die typischen Schwachstellen
- Spalt unter der Tür: vor allem zwischen beheizten und kalten Räumen, zum Treppenhaus oder zum Keller.
- Fensterbank und unterer Rahmen: bei älteren Holzfenstern, die sich über die Jahre verzogen haben.
- Briefschlitz und Schlüsselloch an der Wohnungstür.
- Rollladenkasten: oft schlecht gedämmt, hier hilft nur eine Dämmung des Kastens selbst.
Was du danach tun kannst
Für die dauerhafte Lösung: Dichtungen
Spröde Fensterdichtungen lassen sich austauschen, unter Türen helfen Bürsten- oder Absenkdichtungen. Das ist die gründlichste Lösung. In einer Mietwohnung solltest du vorher mit dem Vermieter sprechen, wenn du etwas anschrauben willst.
Für sofort und ohne Eingriff: Zugluftstopper
Ein Zugluftstopper wird einfach vor den Spalt gelegt. Nichts kleben, nichts bohren, und beim Auszug nimmst du ihn mit. Für Mieter ist das oft der schnellste Weg zu wärmeren Füßen.
Unsere Zugluftstopper sind mit Schurwolle gefüllt und werden im Westerwald gefertigt. Die Füllung legt sich dicht an Boden und Rahmen an, und Schurwolle nimmt Feuchtigkeit auf, ohne klamm zu werden.
- Zugluftstopper Tür in 80 cm für Standard-Innentüren und 100 cm für breitere Türen, in Natur und Anthrazit.
- Zugluftstopper Fenster in 100, 120 und 150 cm, je nach Fensterbreite.
Welche Länge brauchst du?
Miss die Breite des Türblatts oder der Fensterbank und nimm die nächstgrößere Länge. Ein paar Zentimeter Überstand an den Seiten schaden nicht, zu kurz lässt an den Ecken Luft durch.
Richtig lüften trotz Zugluftstopper
Zugluftstopper ersetzen das Lüften nicht. Zwei- bis dreimal am Tag für einige Minuten Fenster weit auf, Zugluftstopper vorher zur Seite legen, danach wieder zurück. So bleibt die Luft frisch und die Wärme trotzdem drinnen.
Mehr zum Material findest du auf unserer Seite Was ist Schurwolle. Fragen zur passenden Größe? Schreib uns, wir antworten in der Regel innerhalb eines Werktags.